Babys und Kleinkinder schlafen anders als Erwachsene – ihr Schlaf ist leichter, zyklischer und eng mit Nähe, Sicherheit und Bindung verbunden. Was oft als Problem erscheint, ist meist biologisch sinnvoll und kulturell geprägt.
Der Schlaf von Babys ist eines der Hauptthemen, die frischgebackene Eltern in den ersten Lebensmonaten beschäftigen. Schlaf ist ebenso essenziell wie Atmen – ohne ausreichend Schlaf können Körper und Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten. Doch wie können wir den Schlaf unserer Kleinsten am besten unterstützen, damit die ganze Familie ausreichend Ruhe findet? Diese Frage beschäftigt viele Eltern, und obwohl es keine Zauberformel gibt, kann ein Verständnis für die natürlichen Schlafbedürf...
Warum Körperkontakt so wichtig ist für einen entspannten Schlaf wird hier nochmals kurz zusammengefasst: Nur Köperkontakt verspricht Sicherheit; Stärkung der Bindung; Schutzfunktion; Nahrung; Leichter Schlaf ist sicherer Schlaf.
Babys schlafen anders als wir, weil sie einen anderen Schlaf brauchen als wir. Wir decken unseren Schlaf am liebsten mit einem langen, ungestörten Nachtschlaf und vielleicht sogar einem kurzen Nachmittagsschläfchen. Babys hingegen schlafen öfter, dafür nicht so lang...
Stellen wir uns als erstes die Frage, was Schlaftraining wirklich bedeutet: Schlaftraining geht davon aus, dass Kinder lernen müssen, alleine ein- und durchzuschlafen. Dafür werden Methoden eingesetzt, bei denen sich die Eltern bewusst zurückziehen – körperlich, emotional und/ oder zeitlich verzögert.
Das zentrale Problem dabei ist:
Kinder lernen dabei NICHT zu schlafen.
Sie lernen, dass niemand kommt.
Sie lernen still zu sein und ihre Ressourcen zu schonen und das wird leider oft als ...
In der Schwangerschaft heißt es oft: „Schlaf, solange du noch kannst.“
Spätestens wenn das Kind da ist, kommen dann weitere, oft natürlich gut gemeinte, Ratschläge, wie: „Schlaf, wenn dein Baby schläft.“ oder auch „Trage es nicht zu viel, sonst gewöhnt es sich noch daran. Ein weiterer Hinweis ist häufig auch: „Lass dein Baby nicht bei dir schlafen, sonst lernt es nie allein zu schlafen.“
Hinweise, die Menschen aus einigen anderen Kulturen wohl nie sagen oder zuhören bekommen würden...
Ein Blick in die Evolution – warum der Begriff Sinn macht. Wer den Schlaf von Kindern verstehen möchte, kommt an einem Blick in die Menschheitsgeschichte nicht vorbei. Denn kindliches Verhalten entsteht nicht im Hier und Jetzt, sondern es ist das Resultat eines jahrtausendelangen Evolutionsprozesses.
Die Idee, dass Babys evolutionär „Steinzeit-bedingt“ sind, beruht auf der Erkenntnis, dass der größte Teil menschlicher Entwicklung über Jahrmillionen in kleinen Gruppen von Jägern und Sammlern...
„Schlafen wie ein Baby“ ist nach wie vor ein Gedanke in unserer Gesellschaft, der mit tiefem und festem Schlaf in Verbindung gebracht wird. Fast so, als würden Babys den ganzen Tag genüsslich und selbständig vor sich hinschlummern. Doch die Wissenschaft zeigt ein klares Bild: Während Schlafen von Anfang an ein menschliches Grundbedürfnis ist, so unterscheidet sich der Schlaf von Babys und Kleinkindern grundlegend von dem eines Erwachsenen. Wo liegen diese Unterschiede also? Was ist normal?...
26. November 2025
Langsame nächtliche Stillpause: Die langsame nächtliche Stillpause eignet sich dann, wenn die Mutter nicht zu erschöpft ist, das Kind schon älter ist (mindestens 1,5 Jahre alt, besser 2 Jahre) und es keinen Zeitdruck gibt. Dieser Prozess kann dann einige Monate dauern, dafür kann das langsame nächtliche Abstillen dann ganz ohne Tränen gelingen. Je älter das Kind ist, umso einfacher gestaltet sich diese Vorgehensweise...
03. Juni 2025
wie kann eine nächtliche Stillpause gut gelingen?